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SUMMARY:Lesung und Gespräch mit dem Journalisten Yücel Özdemir über den NSU-Prozess
DESCRIPTION:Freitag\, 22.03 2024\, 19:30 – ca. 21:30 Uhr\, \nNachbarschaftsetage des BOB-Campus\, Max-Planck-Straße 19\, 42277 Wuppertal-Oberbarmen \n\nAnlässlich der Aktionswochen gegen Rassismus lädt das Bündnis „Wuppertal stellt sich quer“ am 22. März zu Lesung und Gespräch über den NSU-Prozess ein. Der Journalist Yücel Özdemir hat den Prozess begleitet und ein Buch dazu geschrieben. Seine Erfahrungen und Beobachtungen wird er mit uns teilen. Im Anschluss an die Lesung findet ein Podiumsgespräch mit Fragen aus dem Publikum statt. \nZwischen den Jahren 1999 und 2006 verübte die rechtsextreme Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) deutschlandweit mehrere Anschläge und ermordete insgesamt neun Menschen mit Migrationsbiografie. Obwohl Familienangehörige schon sehr früh darauf aufmerksam machten\, dass sie einen rassistischen und rechtsextremen Hintergrund hinter der Mordserie vermuten\, wurde erst sehr spät in diese Richtung ermittelt. Stattdessen verharmlosten Behörden und Medien die Mordserie und zogen diese mit rassistischen Bezeichnungen ins Lächerliche. Familien der Opfer oder diese selbst wurden jahrelang als Täter verdächtigt und kriminalisiert. Erst im Jahr 2011 wurde die Serie durch die Selbsttötung von zwei NSU-Mitgliedern und der Veröffentlichung von Bekennervideos aufgedeckt. Der Prozess ab 2013 machte ein systematisches und schwerwiegendes Versagen seitens der Polizei und des Verfassungsschutzes sichtbar. Viele Fragen bleiben bis heute unbeantwortet. \nMit der Veranstaltung möchten wir Enver Şimşek\, Abdurrahim Özüdoğru\, Süleyman Taşköprü\, Habil Kılıç\, Mehmet Turgut\, İsmail Yaşar\, Theodoros Boulgarides\, Mehmet Kubaşık\, Halit Yozgat und Michèle Kiesewetter gedenken. \nDie Veranstaltung findet auf deutsch und türkisch statt. Der Eintritt ist frei. Am Haupteingang wird jemand erkennbar bereitstehen\, um einen barrierearmen Zugang zu schaffen. Sprechen Sie uns bitte an. \nDie Teilnahme ist für Menschen mit rechtsradikaler/rechtsextremer Gesinnung sowie Mitglieder rechtsradikaler/rechtsextremer Parteien und Organisationen ausgeschlossen.
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